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Chile
Chrisoph Finkel
landschaftliche Kontraste
Bildhauer, Kletter, Trainer
Eine Sage erzählt, Gott habe nach der Erschaffung der Welt die Überreste hinter das letzte Gebirge gekehrt - und da sind sie jetzt, die Vulkane und Regenwälder, die Wüsten und Steppen, die blauen Gletscher und reißenden Flüsse, die heißen Quellen und endlosen Strände. Kein anderes Land vereint so viele landschaftliche Kontraste wie Chile. Schon die Form sucht ihresgleichen: ein im Schnitt 180 km breiter, dafür aber 4300 km langer Streifen an der Südwestküste Südamerikas, eingezwängt zwischen der bis zu 7000 m hohen Cordillera der Anden im Osten und dem Pazifischen Ozean im Westen.
Trotz der Gegenständlichkeit soll die Figur keine konkreten Schlüsse zulassen. Was der Betrachter sieht, soll in ihm selbst liegen. Freilich könnte er Ikonen unserer Zeit (wie man heute auch die ägyptischen »Modefiguren« betitelten, Terracotta-Figürchen sehen kann).